Aufbauseminare
Jun
22
Fr
2018
„Hypnosystemische Schatzkiste für Kinder und Jugendliche“ mit Dipl. Päd. Barbara und Michael Nigitz-Arch @ Top 5
Jun 22 – Jun 23 ganztägig

Wir öffnen unsere Schatzkiste aus über 50jähriger gemeinsamer Erfahrung als Therapeutin und Therapeut, als Trainerin und Trainer, als Supervisorin und Supervisor, in der Arbeit mit Kinder und Jugendlichen. Im Rahmen eines „Playshops“ erwerben Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Sammlung kreativer Methoden und Konzepte für die Kinder- und Jugendtherapie.  Bewährte Techniken und so manch Merk-Würdiges werden zum eigenen Erleben gebracht.  Oft sind es einfache, klare Herangehensweisen, die zu überraschenden Ergebnissen führen: „It´s easy, but not simple!“ Dieses Seminar richtet sich vor allem an Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen, die ihr kreatives Potential erweitern wollen. Viele Methoden, die speziell für die Kinder- und Jugendtherapie entwickelt wurden, lassen sich wirkungsvoll für die Psychotherapie mit Erwachsenen adaptieren.  Vorerfahrungen in der Arbeit mit imaginativen Verfahren und Trance-Nutzung sind erwünscht.

Seminarzeiten: Freitag 14:00 – 21:00  und  Samstag 09:00 – 17:00

Zertifizierung nach den Richtlinien der MEG Österreich

16 DFP Punkte

 

Dipl.Päd. Barbara Nigitz-Arch

U

Michael Nigitz-Arch

michael-rund

Jul
13
Fr
2018
„Der hypnotherapeutische Werkzeugkasten II“ mit Pract.Med. Christian Schwegler @ Hotel Altwirt
Jul 13 – Jul 14 ganztägig

Der Hypnotherapeutische Werkzeugkasten 2 ist ein in sich abgeschlossener Kurs. Er baut NICHT auf dem Hypnotherapeutischen Werkzeugkasten 1 auf, so dass die Werkzeugkasten-Seminare in beliebiger Reihenfolge und unabhängig voneinander gebucht werden können.“

Vorstellung verschiedener hypnotherapeutischer Techniken für gelungene Induktionen und Interventionen.

Theoretischer Hintergrund: „Nach Abschluss der hypnotherapeutischen Grundausbildung gibt es ein großes Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten zu verschiedenen Krankheiten, in denen hypnotherapeutische Interventionen im direkten Bezug auf eine bestimmte Störung gelehrt werden. In diesem Workshop hat der Autor das Pferd einmal von der anderen Seite aufgezäumt und Techniken verschiedener Therapeuten zu einem Workshop zusammengefasst, um die Möglichkeiten die sich aus diesen verschiedenen Ansätzen ergeben aufzuzeigen und gerade dem „jungen“ Hypnosetherapeuten einen Werkzeugkasten an die Hand zu geben, mit dem er einen guten Einstieg in die Praxis bekommt.

Lernziele:  Erlernen verschiedener hypnotherapeutischer Induktionen und Interventionen.

Inhaltlicher Ablauf:  Der Workshop stellt ein Dutzend verschiedene hypnotherapeutische Techniken vor. Diese werden seitens des theoretischen Hintergrundes, der Zielsetzung und der Durchführung besprochen und jeweils anhand von Fallbeispielen vertieft. Zusätzlich werden einige Induktionsverfahren auch praktisch mit den Teilnehmern durchgeführt.

Autor: Christian Schwegler Schweizer Institut für Medizinische Hypnose (SIMH) Batteriestrasse 27  PWS A-401 CH 4101 Bruderholz Schweiz christian@praxisschwegler.ch

 

Seminarzeiten:  Freitag 14:00 – 21:00  und  Samstag 09:00 – 17:00

Zertifizierung nach den Richtlinien der MEG Österreich

16 DFP Punkte

 

Pract.Med. Christian Schwegler

Christian Schwegler

Sep
14
Fr
2018
„Alle wollen nur mein Bestes, aber ich geb´s nicht her!“ (Verweigerung als Ressource in der Arbeit mit Jugendlichen) @ Top 5
Sep 14 – Sep 15 ganztägig

In dem Workshop geht es um im Wesentlichen um Rapportaufbau und psychotherapeutische Veränderungsarbeit unter besonderen Bedingungen. Diese besondere Bedingung ist der Kontext von Unfreiwilligkeit bzw.  die Arbeitsprämisse von hohem Misstrauen der KlientInnen bezüglich der nahen Begegnung und Interaktion mit erwachsenen Personen, wie auch die therapeutische Begegnung eine ist. Konflikthafte Konfrontationen, aber auch Aspekte der Verweigerung bei jugendlichen KlientInnen werden anhand von Beispielen aus dem Blickwinkel der Gegensatzpaare Verweigerung und Kooperation, von Macht und Bedeutsamkeit, von Bedürfnis und Erwartung betrachtet. Dritte Wege

Die Strategie der Verweigerung, des scheinbaren Nicht-Tuns, Nicht-Zeigens, Nicht-Gebens erzielt im System Wirkung, Mächtigkeit. Diese Macht beinhaltet auch den lebensnotwendigen Aspekt der Bedeutsamkeit. Erfahren von Bedeutsamkeit als soziales Grundbedürfnis des Menschen ist das Stichwort, welches in die Konzeption von Kooperationsmodellen mit dem Jugendlichen führen kann.

Durch Verweigerung zeigen Menschen Grenzen auf und fordern ihr Gegenüber – so auch uns PsychotherapeutInnen – als Person heraus. So auch in triangulären therapeutischen Kontexten von Fremdzuweisung oder der so verstandenen Botschaft des „Du sollst dich ändern!“, welche schließlich als double-bind-Kontext Veränderung häufig behindert. Diese Heraus-Forderung im positiven Sinn als Herausforderung zu nutzen ist Ziel und Inhalt unseres Workshops.

Workshopmethoden:

  • kurze Impulsreferate über entwicklungspsychologische, kulturpsychologische und therapeutisch-didaktische Aspekte
  • Life-Demo bzw. Rollenspielprofessionelle polylogische Reflexion mit der TeilnehmerInnengruppe
  • Übungen mit Selbsterfahrungscharakter zur Verdeutlichung der Seminarinhalte und Erweiterung der tool-bar der TeilnehmerInnen
  • Methoden aus der hypnotherapeutischen Schatzkiste
  • exemplarische Falldarstellungen

Seminarzeiten:  Freitag 14:00 – 21:00    und     Samstag 09:00 – 17:00

Zertifizierung nach den Richtlinien der MEG Österreich

16 DFP Punkte

 

Dipl. Päd. Barbara Nigitz-Arch

U

Michael Nigitz-Arch

michael-rund

 

Sep
21
Fr
2018
„Merlin meets Erickson“ Magic Moments mit Dr. Peter Keil und Michael Nigitz-Arch @ Haus Barbara Seeham
Sep 21 – Sep 22 ganztägig

Herbeiführen von kreativen Wendungen im Beratungsalltag (in der Psychotherapie, in der psychosozialen und medizinischen Gesprächsführung)

Die Neurowissenschaft zeigt uns eindrücklich die Wirkung von Überraschungsmomenten!   So verstehen wir zunehmend die positive Wirkung dieser „Magic Moments“

H. Erickson zeigte auf sehr kunstvolle Weise, wie mit Hilfe entsprechend angepasster Geschichten und/oder Ordeals (kreativen Verschreibungen) Lösungen möglich wurden.

 

Inhalt:

Wir möchten die Teilnehmer auf eine magische Wand-erung einladen. So hat der Wortstamm: „wand-“ die Bedeutung von „Veränderung“- wie in: „Wand-lung“ oder im englischen: The wand, der Zauberstab. Wie schon die alten Philosophen in den Wandelhallen wandelten, um neue Erkenntnisse zu erlangen, so kann auch eine Geschichte, verbunden mit einem „Magic Moment“, als Geburtshelfer für Lösungen dienen.

So ein „heiteres“ Tun fördert die eigene Kreativität, welche wiederum der KlientIn zu Gute kommt. Als Werkzeuge zum Entdecken des kreativen Potentials dienen: Geschichten, Märchen, Witze, Sprüche, Rituale, Zaubereien und andere Merk-würdigkeiten!

Weiters werden Techniken vorgestellt, um auch als BeraterIn seine Wahrnehmung zu öffnen, um naheliegende Lösungen gemeinsam mit KlientInnen zu entdecken:

Was fehlt in der Gleichung: 10 11 = 10:50, ein mathematisches Zeichen? Nein! Zahlen programmieren uns auf Mathematik, dabei geht es hier um Zeit. Wer somit anders denkt, entdeckt, dass das Wort „vor“ fehlt.

Dieses „um die Ecke denken“ soll vermittelt werden. So erlernen Sie ganz Einfaches, aber nicht Banales aus unserem psychotherapeutischen und medizinischen Beratungsfundus, um mit offenen Augen den natürlichen Wundern zu begegnen und sie so kreativ in die eigene therapeutische/beratende Arbeit einzuweben.

Erfahrung in der Arbeit mit Trancezuständen ist wünschenswert.

Seminarzeiten: Freitag 14:00 – 21:00,  Samstag 09:00 – 17:00

Zertifizierung nach den Richtlinien der MEG Österreich

16 DFP Punkte

 

Dr. Peter Keil                 Michael Nigitz-Arch

Dr. Peter Keilmichael-rund

Sep
28
Fr
2018
Supervisionsgruppe 28.09.2018 17:00 @ Top 5
Sep 28 ganztägig
Okt
5
Fr
2018
„Hypnotherapie bei Depression und Burn-Out“ mit Dipl. Psych. Ortwin Meiss @ MEI Innsbruck
Okt 5 – Okt 6 ganztägig

Depressionen gehören zu den am häufigsten zu behandelnden Symptomen in der Psychotherapie. Zudem gibt es immer mehr Menschen, die einen Burn-out erleben. Klienten mit Depressionen oder einem Burn-out befinden sich in klassischen Problemtrancen und erkennen oft weder die Beziehung zwischen ihrer Lebenssituation und ihrer Symptomatik noch sehen sie Möglichkeiten, ihre Lebensumstände zu ändern. Therapeutische Angebote werden oft abgelehnt oder entwertet, „bringt nichts, geht nicht, hat nichts genützt.“

Dieses Seminar bietet systemische und hypnotherapeutische Techniken, die zur Behandlung von Klienten mit Depressionen oder einem Burn-out eingesetzt werden können. Es präsentiert effektive Methoden und Techniken zur Veränderung von depressionsfördernden Einstellungen und zeigt Wege aus der Problemtrance. Zentral ist ein grundlegendes Verständnis der Depression als Ansammlung emotionaler Minuskonten und als Notfallreaktion, um weitere Minusgeschäfte zu vermeiden. Ein Konzept, das psychoanalytisches Wissen und kognitive sowie verhaltenstherapeutische Ansätze mit systemischen und hypnotherapeutischen Konzepten integriert.

Das Seminar behandelt nicht nur die klassischen Reaktiven Depressionen sondern bietet auch Ansätze zur Behandlung chronischer Depressionen. Depressive Patienten haben die Überzeugung, nichts an Ihrer Situation ändern zu können. Es fehlt Ihnen die Kompetenzerfahrung, dass ihre Handlungen und Entscheidungen ihre Stimmung beeinflussen. Diese Kompetenzerfahrung lässt sich in Trance herstellen. Wie, zeigt das Seminar.

Es werden typische Burn-out-Fallen erläutert und beschrieben, wie man einen Burn-out und die Entstehung von Depressionen vermeiden kann. Darüber hinaus bietet das Seminar Strategien für den Therapeuten, um sich selbst davor zu schützen, in den Sog des Depressiven zu geraten und sich bei der Arbeit mit Depressiven erschöpft und ausgebrannt zu fühlen. Frei nach Milton Ericksons Devise: “don´t work harder than the client”, lernt man wie man mit dieser Patientengruppe leicht und ohne Anstrengung arbeitet.

Über den Seminarleiter:

Dipl.-Psych. Ortwin Meiss ist Ausbilder der Milton Erickson Gesellschaft und leitet das Milton Erickson Institut in Hamburg. Er arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Behandlung von traumatisierten Patienten und Patienten mit chronischen Schmerzen

 

Zertifizierung nach den Richtlinien der MEG Österreich

16 DFP Punkte

 

 

Dipl. Psych. Ortwin Meiss

Ortwin Meiss

Mrz
1
Fr
2019
„Trauer und Verlust“ mit Dipl. Psych. Ortwin Meiss
Mrz 1 – Mrz 2 ganztägig

Menschen, die unter Verlustereignissen wie dem Tod eines Elternteils, eines Kindes oder eines nahen Verwandten leiden oder den Verlust von körperlicher Unversehrtheit oder wichtigen Lebensinhalten beklagen, brauchen eine besondere therapeutische Hilfe.

In diesem Seminar werden praktische therapeutische Strategien für die Begleitung und Bewältigung von Trauer- und Verlustereignissen vermittelt. Darüber hinaus werden hilfreiche Ansätze zur Begleitung Sterbender dargestellt. Themen des Seminars werden sein:

• Missglückte und gelungene Verarbeitung von Verlusten und spezifische Probleme dabei
• Sich nicht trennen wollen
• Nicht verzeihen wollen
• Auf Wiedergutmachung bestehen
• (Therapeutische) Begleitung von Trauerprozessen
• Zeitliche und inhaltliche Prozesse in Trauerphasen
• Therapeutische Arbeit mit Trauerritualen
• Veränderung der inneren Repräsentation von Verstorbenen
• Nutzung der verstorbenen Person als inneren Ratgeber und Ressource
• Tod, Abschiednehmen und Sterbebegleitung
• Arbeit mit Geschichten und Metaphern

Die therapeutischen Strategien und Methoden werden demonstriert und geübt.
Videomaterial zum Thema ist vorhanden. Für die konkrete therapeutische Anwendung gibt es Arbeitsmaterial und ein Manual von hilfreichen Metaphern und Geschichten zum Thema.

Seminarzeiten Freitag 14:00 – 21:00 Samstag 09:00 – 17:00
Zertifizierung nach den Richtlinien der MEG Österreich
16 DPF Punkte

Ortwin Meiss
Dipl.Psych. Ortwin Meiss

 

Apr
12
Fr
2019
„Workshop: Die Kunst der Familienaufstellung- seriös und fundiert“ @ Seeham
Apr 12 – Apr 13 ganztägig

Familienaufstellungen gehören zu den intensivsten und effektivsten Therapiemethoden der Gegenwart. Selbst schwere, hartnäckige Störungen können mit der Methode schnell und nachhaltig geheilt werden. Entsprechend groß ist aber auch die Gefahr des Missbrauchs, der Schädigung der Patienten, und des Abdriftens in unwissenschaftliche und spekulative Niederungen.
Mit zunehmender Popularität verkam diese Therapiemethode zu einem ideologisch-esoterischen Ritual, das mit Psychotherapie nicht mehr viel zu tun hatte, und das zu Recht umstritten ist.
In diesem Workshop wird daher die Original-Methode, die die meisten Therapeuten gar nicht kennen, sowie deren konsequente Weiterentwicklung ausführlich vorgestellt. Die Methode basiert auf der Arbeit von so bedeutenden Pionieren der Psychotherapie wie Virginia Satir, Salvador Minuchin, Ivan Borszomenyi-Nagy und Eric Berne, nicht zuletzt auf der ressourcenorientierten Hypnotherapie Milton H. Ericksons und der Strategischen Therapie von Jay Haley.
Die hier vorgestellte Methode des Familienstellens entstand in den 1970er- bis frühen 1990er- Jahren. Das „klassische Familienstellen“ folgte bereits damals allen Grundregeln seriösen, wissenschaftlichen Arbeitens, und zeichnete sich neben der immensen Effektivität durch Wärme, Respekt, Transparenz, Kreativität und Diskretion aus.
In diesem Workshop wird der originale Therapieansatz vorgestellt und demonstriert , von der Theorie zur Praxis, von der sorgfältigen Vorbereitung bis zur Durchführung der Aufstellungen.

Andreas Steiner ist Schriftsteller, bildender Künstler, Musiker, Diplom-Psychologe und psychologischer Psychotherapeut mit den Schwerpunkten Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, Transaktionsanalyse und systemische Therapie. Basierend auf 25 Jahren intensivster Tätigkeit als niedergelassener Therapeut in eigener Praxis und als Lehrtherapeut hat er einen eigenständigen, unmittelbar nachvollziehbaren Ansatz entwickelt, der an dem Milton Erickson-Institut in Köln seinen Anfang nahm. Im Herbst 2018 erscheint sein Buch: „Die Kunst der Familienaufstellung“ bei Kohlhammer.

 

Andreas Steiner

Seminarzeiten: Freitag 14:00 – 21:00  und  Samstag 09:00 – 17:00

Zertifizierung nach den Richtlinien der MEG Österreich

16 DFP Punkte

 

Mai
11
Sa
2019
„Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie“ mit Univ.-Prof. Dr. Dr. Christian Schubert @ Seeham
Mai 11 ganztägig

Neueren medizinischen Konzeptionen zufolge muss man heute davon ausgehen, dass sämtliche Systeme des Organismus (u.a. Nerven-, Immun-, Hormonsystem) nicht nur untereinander, sondern auch mit der Umwelt vernetzt sind. Der Forschungsbereich Psychoneuroimmunologie (PNI) untersucht diese komplexen Zusammenhänge und gilt als Forschungsbereich, von dem in Zukunft die meisten Innovationen für Theorie und Klinik in der Medizin zu erwarten sind. In diesem Seminar wird ein Einblick in die Zusammenhänge zwischen psychologischen Interventionen und Aktivität des Immunsystems gegeben, wobei besonderer Wert auf den Bereich Hypnose und Selbstregulierug von autonomen Körperfunktionen gelegt werden wird. Dabei werden auch die Grenzen herkömmlicher Forschungszugänge (u.a. Prä-Post-Gruppendesigns) in der PNI deutlich, die – ganz im Sinne des biomedizinischen Reduktionismus – darauf ausgelegt zu sein scheinen, immunologische Wirksamkeit von Psychotherapie zu belegen, nicht jedoch neues Wissen von körperlicher Erkrankung aus dem Verständnis psychosozialen Dysfunktionierens zu generieren. Um in Zukunft körperliche Erkrankung mit psychotherapeutischen Mitteln gezielt heilen zu können, ist ein Paradigmenwechsel in der medizinischen Forschung unumgänglich. Wir gehen davon aus, dass dies mit einer angemessenen methodischen Berücksichtigung individuell bedeutsamer Realität („Bedeutung“) und dynamischer Komplexität („Zeit“) möglich ist. Eigene (integrative Einzelfall)Studien verwenden daher eine Kombination aus qualitativen Methoden und Zeitreihenanalyse um der Komplexität der PNI methodisch besser zu entsprechen. Die mit diesem Vorgehen erzielten Ergebnisse werden ausführlich vorgestellt. – Lit.: Schubert (Hrsg): Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie. 2. Auflage. Schattauer 2015. Schubert & Amberger; Was uns krank macht, was uns heilt – Aufbruch in eine neue Medizin. fischer & gann 2016.

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. Sc. Christian Schubert
Arzt, Psychologe, Psychotherapeut. Leiter des Labors für Psychoneuroimmunologie an der Klinik für Medizinischen Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Leiter der Arbeitsgruppe »Psychoneuroimmunologie« des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM). Vorstandsmitglied der Akademie für Integrierte Medizin (AIM). Arbeitsschwerpunkte: Entwicklung eines integrativen Ansatzes zur Erforschung psychosomatischer Komplexität, kombinierter Einsatz von qualitativen Methoden und Zeitreihenanalyse in der Psychoneuroimmunologie. Medizinphilosophie. Systemtheorie. Psychodynamische Psychotherapie.
Seminarzeit 09:00 – 17:00 8 AE
Zertifiziert nach den Richtlinien der MEG Österreich; 8 DFP Punkte
Prof Christian Schubert

Univ.-Prof. Dr. Dr. Christian Schubert

 

Okt
4
Fr
2019
„Reizdarm und Bauchbezogene Hypnose“ mit Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser @ Seeham
Okt 4 – Okt 5 ganztägig

Funktionelle Magen-Darmbeschwerden wie das Reizdarmsyndrom (RDS) sind häufige Beschwerdebilder, die in den Ordinationen von HausärztInnen und GastroenterologInnen sowie psychotherapeutischen Praxen (bei PatientInnen mit Angststörungen und somatoformen Störungen) behandelt werden. Die Magen-Darmbeschwerden sind mit Medikamenten oder psychotherapeutischen Verfahren oft schlecht beeinflussbar. Mit der von Prof. Peter Whorwell (Manchester, Großbritannien) entwickelten „Bauch bezogenen Hypnose“ (gut directed hypnosis) liegt eine Technik vor, welche auch bei Betroffenen wirksam ist, die auf eine medikamentöse Therapie nicht ansprechen. Die Effektivität dieser Hypnose wurde in mehreren kontrollierten Studien nachgewiesen, zuletzt auch in Form einer Gruppentherapie im AKH Wien. Die Hypnose wird in den Leitlinien zur Behandlung des Reizdarmsyndroms von der britischen, der deutschen und der US-Amerikanischen gastroenterologischen Gesellschaft empfohlen und soll auch österreichischen PatientInnen angeboten werden.

Im geplanten Seminar soll Folgendes vermittelt werden:
•               Grundverständnis für funktionelle gastrointestinale Störungen und das RDS       (Übersichtsartikel, Gesprächsführungs-Video, Symptomtagebuch)
•               Überweisung und Motivation zur „auf den Bauch bezogenen Hypnose“
•               Vorbereitung und Technik der „gut directed Hypnose“: Wachsuggestionen. Die
TeilnehmerInnen erhalten die deutschen Übersetzungen der in wissenschaftlichen Studien
verwendeten Hypnoseprotokolle (soweit verfügbar), Gruppensetting und Besonderheiten
•               Indikationen und Durchführung der Kombination mit kognitiv- verhaltenstherapeutischen
und psychodynamischen Techniken

Methoden: Theorie, Handouts, Demonstrationen und Übungen der auf den Bauch bezogenen Hypnose, Video zu RDS Zielgruppe des Seminars: Ärzte/innen (Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Gastroenterologie), die mit PatientInnen mit Reizdarmsyndrom oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen arbeiten. Psychologische oder ärztliche PsychotherapeutInnen, die mit PatientInnen mit Angststörungen mit darmbezogenen Symptomen und/oder mit PatientInnen mit Reizdarmsyndrom oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen arbeiten.

Folgende Vorbildungen sind bei einer Teilnahme erwünscht
Für Ärzte/innen: ÖÄK-Diplom (bzw. in Ausbildung) für Psychosomatische oder Psychotherapeutische Medizin/Psychotherapie (für deutsche ÄrztInnen: psychosomatische Grundversorgung oder Zusatzbezeichnung Psychotherapie) Für PsychologInnen: (in Ausbildung zur) Psychotherapie
Alle sollten mindestens 2 Jahre Berufserfahrung und einen Grundkurs in medizinischer Hypnose aufweisen.

Seminarzeiten: Freitag 14:00 – 21:00 und Samstag 09:00 – 17:00
Zertifiziert nach den Richtlinien der MEG Österreich; 8 DFP Punkte

Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser

Gabriele Moser