Okt
4
Fr
2019
„Reizdarm und Bauchbezogene Hypnose“ mit Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser @ Seeham
Okt 4 – Okt 5 ganztägig

Funktionelle Magen-Darmbeschwerden wie das Reizdarmsyndrom (RDS) sind häufige Beschwerdebilder, die in den Ordinationen von HausärztInnen und GastroenterologInnen sowie psychotherapeutischen Praxen (bei PatientInnen mit Angststörungen und somatoformen Störungen) behandelt werden. Die Magen-Darmbeschwerden sind mit Medikamenten oder psychotherapeutischen Verfahren oft schlecht beeinflussbar. Mit der von Prof. Peter Whorwell (Manchester, Großbritannien) entwickelten „Bauch bezogenen Hypnose“ (gut directed hypnosis) liegt eine Technik vor, welche auch bei Betroffenen wirksam ist, die auf eine medikamentöse Therapie nicht ansprechen. Die Effektivität dieser Hypnose wurde in mehreren kontrollierten Studien nachgewiesen, zuletzt auch in Form einer Gruppentherapie im AKH Wien. Die Hypnose wird in den Leitlinien zur Behandlung des Reizdarmsyndroms von der britischen, der deutschen und der US-Amerikanischen gastroenterologischen Gesellschaft empfohlen und soll auch österreichischen PatientInnen angeboten werden.

Im geplanten Seminar soll Folgendes vermittelt werden:
•               Grundverständnis für funktionelle gastrointestinale Störungen und das RDS       (Übersichtsartikel, Gesprächsführungs-Video, Symptomtagebuch)
•               Überweisung und Motivation zur „auf den Bauch bezogenen Hypnose“
•               Vorbereitung und Technik der „gut directed Hypnose“: Wachsuggestionen. Die
TeilnehmerInnen erhalten die deutschen Übersetzungen der in wissenschaftlichen Studien
verwendeten Hypnoseprotokolle (soweit verfügbar), Gruppensetting und Besonderheiten
•               Indikationen und Durchführung der Kombination mit kognitiv- verhaltenstherapeutischen
und psychodynamischen Techniken

Methoden: Theorie, Handouts, Demonstrationen und Übungen der auf den Bauch bezogenen Hypnose, Video zu RDS Zielgruppe des Seminars: Ärzte/innen (Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Gastroenterologie), die mit PatientInnen mit Reizdarmsyndrom oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen arbeiten. Psychologische oder ärztliche PsychotherapeutInnen, die mit PatientInnen mit Angststörungen mit darmbezogenen Symptomen und/oder mit PatientInnen mit Reizdarmsyndrom oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen arbeiten.

Folgende Vorbildungen sind bei einer Teilnahme erwünscht
Für Ärzte/innen: ÖÄK-Diplom (bzw. in Ausbildung) für Psychosomatische oder Psychotherapeutische Medizin/Psychotherapie (für deutsche ÄrztInnen: psychosomatische Grundversorgung oder Zusatzbezeichnung Psychotherapie) Für PsychologInnen: (in Ausbildung zur) Psychotherapie
Alle sollten mindestens 2 Jahre Berufserfahrung und einen Grundkurs in medizinischer Hypnose aufweisen.

Seminarzeiten: Freitag 14:00 – 21:00 und Samstag 09:00 – 17:00
Zertifiziert nach den Richtlinien der MEG Österreich; 8 DFP Punkte

Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser

Gabriele Moser

Okt
11
Fr
2019
„Schuld, Schuldgefühle und schlechtes Gewissen“ mit Dipl. Psych. Ortwin Meiss @ Hotel Altwirt
Okt 11 um 2:00 pm – Okt 12 um 5:00 pm
"Schuld, Schuldgefühle und schlechtes Gewissen" mit Dipl. Psych. Ortwin Meiss @ Hotel Altwirt  | Seeham | Salzburg | Österreich

Schuldgefühle können permanenten Stress und Überforderung, Schlaflosigkeit und sexuelle Störungen auslösen, ein wesentlicher Grund für Schwellenängste, Zwänge und soziale Ängste sein und Genussunfähigkeit, Selbstboykott und Erfolglosigkeit zur Folge haben. Schuldgefühle erweisen sich zudem oft als ausgesprochen hartnäckig gegenüber therapeutischen Veränderungsversuchen. Die betroffenen Klienten sehen zwar ein, dass sie nicht schuld sind, das ändert jedoch oft wenig an den Gefühlen.
In diesem Workshop werden hypnotherapeutische Strategien und Methoden vorgestellt, die auf eine schnelle und elegante Weise tief greifende Veränderungen und neue Sichtweisen des Klienten ermöglichen. Darüber hinaus wird ein genaues Verständnis über die Entstehung von Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen angestrebt, wobei entwicklungspsychologisches und familientherapeutisches Wissen integriert wird. Verschiedene Formen der Schuld und der Versuche, mit ihnen umzugehen und sie zu kompensieren werden beschrieben.

Inhalte werden u.a. sein:

• Schuld und Attribution
• das Prinzip des Ausgleichs / die Bringschuld
• Tauschgeschäfte mit den Mächten des Himmels
• Rache, Strafe und Schuld
• Gerechte, moralische Schuld und Schuldausgleich
• Bindung durch Schuld / vergebliche Ausgleichsbemühungen
• Übernommene oder stellvertretene Schuld
• Schuld durch Verletzung der familiären Ordnung durch aufgezwungene Koalitionen
• Arbeit mit Personen, die unter einer “Existenziellen Schuld“ leiden (wegen Dir habe ich heiraten müssen!)
• Schuld u.Berufswahl / die Motivation helfende Berufe zu ergreifen
• Arbeit mit inneren Dialogen u. der Gewissenstimme / Introjekte
• Entwicklung des Gewissens / Gewissen u. Gruppenzugehörigkeit
• schlechtes Gewissen u. Selbstbestrafungstendenzen

Es wird erläutert, wie man mit Klienten arbeitet, die sich wirklich schuldig gemacht haben, und mit Personen umgeht, die ohne Schuldgefühle andere ausbeuten und betrügen (Psychopathen). Der Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung, sowie zwischen – verzeihen und die Schuld streichen – wird deutlich gemacht.

Über den Seminarleiter:

Dipl.-Psych. Ortwin Meiss ist Ausbilder der Milton Erickson Gesellschaft und leitet das Milton Erickson Institut in Hamburg. Er arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Behandlung von traumatisierten Patienten und Patienten mit chronischen Schmerzen.

Seminarleiter: Dipl.-Psych. Ortwin Meiss leitet das Milton Erickson
Institut in Hamburg und arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis.
Seminarzeiten Freitag 14:00 – 21:00 und Samstag 09:00 – 17:00

Zertifiziert nach den Richtlinien der MEG Österreich
Approbation der ÖÄK 16 DFP Punkte

 

Dipl.Psych. Ortwin Meiss

Feb
28
Fr
2020
Scham und Peinlichkeit – Ortwin Meiss @ Seeham
Feb 28 um 2:00 pm – Feb 29 um 5:00 pm
Scham und Peinlichkeit - Ortwin Meiss @ Seeham

Scham und Peinlichkeit

Schamgefühle und Gefühle der Peinlichkeit können Menschen extrem behindern und permanenten Stress auslösen. Sie stehen in Zusammenhang mit verschiedenen psychischen Störungen, wie Leistungs- und Präsentationsängsten, Phobien, Depressionen, sexuelen Störungen, und wirken als Auslöser für psychotische Reaktionen. Aus Angst beschämt zu werden, vermeiden viele Menschen Situationen, wo sie exponiert der Beobachtung anderer ausgesetzt sind und peinlich werden könnten, und bleiben so unter ihren Möglichkeiten. Schamgefühle treten aber nicht nur in öffentlichen Situationen auf, sie wirken auch im Verborgenen und können für den Betroffenen außerordentlich quälend sein. Psychoanalytische Theorien zu diesem Thema berücksichtigen zu wenig die sozialen Komponenten der Scham und liefern nur wenige konkrete Ansatzpunkte zur Therapie der Schamgefühle.
In diesem Workshop werden hypnotherapeutische und systemische Strategien und Methoden für die Arbeit mit Scham- und Peinlichkeitsgefühlen vorgestellt und demonstriert.

Inhalte werden u.a. sein:

• Biologische Grundlagen des Schamgefühls
• Scham und der Blick durch die Augen der anderen
• Soziale Ängste; Präsentations- und Leistungsprobleme
• Probleme mit Genuss durch Schamgefühle
• Verschiedene Schamabwehrstrategien
• Schwellenängste und Bindung an die soziale Gruppe
• Scham und Status / soziologische Dimensionen der Scham
• Ehre, Würde, Dregradierung und Ausgrenzugen
• Schamlosigkeit und Unverschämtheiten
• Coming-Ins und Coming-Outs
• Spezielle Übungen zur Überwindung von Scham- und Peinlichkeitsgefühlen
• Verteidigung der Intimgrenzen / Welchsel in den Angriffsmodus
• Die Arbeit mit inneren Mentoren und die Veränderung innerer Dementoren
• Umdeutungen und Nutzung veränderter Perspektiven über die Bildung neuer Zugehörigkeiten
• Spezifische Metaphern und Geschichten zum Thema

Okt
2
Fr
2020
„Depressionen und Burnout-Hypnotherapeutische Ansätze“ mit Dipl. Psych. Ortwin Meiss @ Seeham
Okt 2 um 2:00 pm – Okt 3 um 5:00 pm
„Depressionen und Burnout-Hypnotherapeutische Ansätze" mit Dipl. Psych. Ortwin Meiss @ Seeham | Matzing | Salzburg | Österreich

Hypnotherapeutische Ansätze bei Depressionen und Burn-Out

Depressionen gehören zu den am häufigsten zu behandelnden Symptomen in der Psychotherapie. Zudem gibt es immer mehr Menschen, die einen Burn-out erleben. Klienten mit Depressionen oder einem Burn-out befinden sich in klassischen Problemtrancen und erkennen oft weder die Beziehung zwischen ihrer Lebenssituation und ihrer Symptomatik noch sehen sie Möglichkeiten, ihre Lebensumstände zu ändern. Therapeutische Angebote werden oft abgelehnt oder entwertet, „bringt nichts, geht nicht, hat nichts genützt.“

Dieses Seminar bietet systemische und hypnotherapeutische Techniken, die zur Behandlung von Klienten mit Depressionen oder einem Burn-out eingesetzt werden können. Es präsentiert effektive Methoden und Techniken zur Veränderung von depressionsfördernden Einstellungen und zeigt Wege aus der Problemtrance. Zentral ist ein grundlegendes Verständnis der Depression als Ansammlung emotionaler Minuskonten und als Notfallreaktion, um weitere Minusgeschäfte zu vermeiden. Ein Konzept, das psychoanalytisches Wissen und kognitive sowie verhaltenstherapeutische Ansätze mit systemischen und hypnotherapeutischen Konzepten integriert.

Das Seminar behandelt nicht nur die klassischen Reaktiven Depressionen sondern bietet auch Ansätze zur Behandlung chronischer Depressionen. Depressive Patienten haben die Überzeugung, nicht an Ihrer Situation ändern zu können. Es fehlt Ihnen die Kompetenzerfahrung, dass ihre Handlungen und Entscheidungen ihre Stimmung beeinflussen. Diese Kompetenzerfahrung lässt sich in Trance herstellen. Wie, zeigt das Seminar.

Inhalte werden unter anderem sein:

Was tun, wenn der Klient …
a) keine Begründung für die depressiven Gefühle angeben kann (“eigentlich habe ich ja alles”) oder den Therapeuten mit Generalisierungen lähmt (“hat ja doch alles keinen Sinn”).
b) keine Verantwortung für seine Situation übernimmt und sich beständig als Opfer wahrnimmt.
c) klagt und ambivalent gegenüber Veränderungen ist und Vorschläge des Therapeuten ablehnt oder boykottiert.
d) ohne Hoffnung auf Veränderung ist und keine Perspektiven entwickeln kann.
e) mit Suizid droht.
f) sich in einem akuten Burn-out befindet.

Es werden typische Burn-out-Fallen erläutert und beschrieben, wie man einen Burn-out und die Entstehung von Depressionen vermeiden kann. Darüber hinaus bietet das Seminar Strategien für den Therapeuten, um sich selbst davor zu schützen, in den Sog des Depressiven zu geraten und sich bei der Arbeit mit Depressiven erschöpft und ausgebrannt zu fühlen. Frei nach Milton Ericksons Devise: “don´t work harder than the client”, lernt man wie man mit dieser Patientengruppe leicht und ohne Anstrengung arbeitet.

Jan
22
Fr
2021
„Timeline – Lösungen auf dem Weg“ Die Arbeit auf der Zeitlinie als kreative und effektive Intervention nutzen! mit Dr. Astrid Polanz-Burgstaller @ Top 5
Jan 22 – Jan 23 ganztägig

Die Basis der Arbeit bildet ein Seil, die symbolisierte Lebenslinie des Klienten, welche im äußeren Raum gelegt, oder im inneren Raum (Trance) vorgestellt wird. Wir begleiten die Klienten auf dieser Zeitreise, unter Einsatz hypnotherapeutischer Techniken, in die Vergangenheit (Regression) oder Zukunft (Progression), um im Hier und Jetzt, eine Veränderung erlebbar und spürbar zu machen.

Die Reise in die Vergangenheit (Regressionstechniken) nutzen wir um:

  • Bekannte und unbekannte Ressourcen (dissoziierte) zu aktivieren bzw. wiederzuentdecken (reassozieren),
  • erlebte Erfahrungen (bekannte oder unbekannte) zu verändern und neu zu erleben (neue Erinnerung oder Erfahrung im Hier und Jetzt zu etablieren),
  • Nicht bestellte Packerln (Aufträge, Schuldgefühle, direkt oder indirekt vermittelt z.B. durch Eltern), Vorwürfe, etc., dem Absender zurückgeben.

Die Reise in die Zukunft (Progression) nutzen wir beispielsweise um:

  • Positive Erfahrungen zu aktivieren und Handlungsfähigkeiten fühlbar zu machen,
  • Zielerreichungen werden erfahrbar, erlebbar und spürbar gemacht. In der Zukunft kann man beispielsweise Prüfungen, Operationen oder Konfliktgespräche, bewältigt haben und spüren wie gut sich das anfühlt.
  • Am Ende seiner Tage angekommen sein und Rückschau auf ein erfülltes Leben halten.

Die Arbeit auf der Timeline bietet eine wunderbare Basis um weitere Elemente aus der Hypnotherapie, der Ego State Therapie, der Energetischen Psychologie, der systemischen Therapie oder Verhaltenstherapie zu verwenden.

Der Schwerpunkt des Seminars liegt im praktischen Tun (Vortragende und TeilnehmerInnen). Dadurch sind Selbsterfahrungsaspekte gegeben.

 

Seminarzeit Fr. 14:00 – 21:00 Sa. 09:00 – 17:00

 

Referentin: Astrid Polanz-Burgstaller (Graz)

Zeit die man sich nimmt, ist Zeit, die einem etwas gibt.
Dr., Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin (Vt)
Arbeitsschwerpunkte
Ich bin in eigener Praxis als Psychotherapeutin, Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, Supervisorin und Coach tätig. Ich arbeite mit Menschen jeden Alters, die unterschiedliche Themen mitbringen. Dazu gehören Ängste, Zwänge, depressive Verstimmungen, Burnout, traumatische Erfahrungen, onkologische Erkrankungen, Trauer, Abschied nehmen, Gespräche über den Tod, etc. In letzter Zeit liegt der Schwerpunkt der Arbeit wieder vermehrt in der Psychoonkologie, der Begleitung bei Behandlungsängsten bzw. Operationsvorbereitungen.
Als Supervisorin und Coach bin ich vor allem in der Lehre und im psychosozialen Bereich tätig und führe Einzelcoachings für Firmen durch.
Berufliche Tätigkeiten
– Leiterin des Milton Erickson Instituts Graz (mit meiner Kollegin Frau Dr. Novak-Rymarz).
– Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der Milton Erickson Gesellschaft Österreich.
– Lehrtherapeutin für Verhaltenstherapie.
– Lehrtrainerin und Supervisorin der Milton Erickson Gesellschaft.
– Ausbildnerin und Supervisorin für klinische Psychologie.
Ausbildungen
– Klinische Psychologie
– Gesundheitspsychologie
– Verkehrspsychologie
– Psychotherapie (VT)
– Klinische Hypnose (M.E.G.)
– Energetische Psychologie, Psychotherapie (Gallo, Bohne)
– Palliativ-Care
– Ego State Therapie
Erfahrungen aus all diesen Ausbildungsbereichen fließen in meine Tätigkeit ein. Hinzu kommen Erfahrungen aus der Buddhistischen Psychologie (Achtsamkeit) und Psychoonkologie.