Feb
28
Fr
2020
Scham und Peinlichkeit – Ortwin Meiss @ Seeham
Feb 28 um 14:00 – Feb 29 um 17:00
Scham und Peinlichkeit - Ortwin Meiss @ Seeham

Scham und Peinlichkeit

Schamgefühle und Gefühle der Peinlichkeit können Menschen extrem behindern und permanenten Stress auslösen. Sie stehen in Zusammenhang mit verschiedenen psychischen Störungen, wie Leistungs- und Präsentationsängsten, Phobien, Depressionen, sexuelen Störungen, und wirken als Auslöser für psychotische Reaktionen. Aus Angst beschämt zu werden, vermeiden viele Menschen Situationen, wo sie exponiert der Beobachtung anderer ausgesetzt sind und peinlich werden könnten, und bleiben so unter ihren Möglichkeiten. Schamgefühle treten aber nicht nur in öffentlichen Situationen auf, sie wirken auch im Verborgenen und können für den Betroffenen außerordentlich quälend sein. Psychoanalytische Theorien zu diesem Thema berücksichtigen zu wenig die sozialen Komponenten der Scham und liefern nur wenige konkrete Ansatzpunkte zur Therapie der Schamgefühle.
In diesem Workshop werden hypnotherapeutische und systemische Strategien und Methoden für die Arbeit mit Scham- und Peinlichkeitsgefühlen vorgestellt und demonstriert.

Inhalte werden u.a. sein:

• Biologische Grundlagen des Schamgefühls
• Scham und der Blick durch die Augen der anderen
• Soziale Ängste; Präsentations- und Leistungsprobleme
• Probleme mit Genuss durch Schamgefühle
• Verschiedene Schamabwehrstrategien
• Schwellenängste und Bindung an die soziale Gruppe
• Scham und Status / soziologische Dimensionen der Scham
• Ehre, Würde, Dregradierung und Ausgrenzugen
• Schamlosigkeit und Unverschämtheiten
• Coming-Ins und Coming-Outs
• Spezielle Übungen zur Überwindung von Scham- und Peinlichkeitsgefühlen
• Verteidigung der Intimgrenzen / Welchsel in den Angriffsmodus
• Die Arbeit mit inneren Mentoren und die Veränderung innerer Dementoren
• Umdeutungen und Nutzung veränderter Perspektiven über die Bildung neuer Zugehörigkeiten
• Spezifische Metaphern und Geschichten zum Thema

Mai
16
Sa
2020
Salzburg goes Eichstätt „Zauberhafte Rituale und Strategien zur Musterunterbrechung“ Nicht nur bei Kindern! @ Eichstätt
Mai 16 ganztägig
Salzburg goes Eichstätt "Zauberhafte Rituale und Strategien zur Musterunterbrechung" Nicht nur bei Kindern! @ Eichstätt

Merlin Meets Eriksson
Zauberhafte Rituale und / oder Strategien zur Musterunterbrechung, nicht nur bei Kindern

Musterunterbrechungen und/oder Konfusionstechniken liegen der Annahme zu Grunde, dass die Unterbrechung von automatischen und vorhersagbaren Mustern einen Zustand der Verwirrung und unspezifische Erregung verursachen. Dieser Zustand wird von den meisten Menschen als verstörend und aversiv erlebt. Um diese Unsicherheiten zu vermeiden bzw. zu reduzieren, werden die nächsten Möglichkeiten wahrgenommen zur Veränderung dieses unangenehmen Empfindens. In einer therapeutischen Situation ist dies häufig die Suggestion in Trance zu gehen oder eine andere therapeutische Suggestion. Eine tragfähige therapeutische Beziehung wird selbstverständlich vorausgesetzt.
Dies auch als Voraussetzung für die Nutzung von Ordeals (von Jay Haley weiterentwickelte Technik, welche an die Ericksonsche Tradition von undogmatischer, an Besserung und Problemlösung orientierter Psychotherapie anknüpft.
Milton Erickson überraschte und induzierte die Verwirrung seiner Klienten vor allem über verbale Techniken oder über das Durchbrechen sozialer Erwartungen.
Auch Rituale und/oder die Nutzung bestimmter Rahmenbedingungen können einen perfekten Rahmen für die Platzierung von Suggestionen bieten!
Aktuelle Erkenntnisse der Sozialpsychologie und der Neurobiologie unterlegen die Wirksamkeit solcher Vorgehensweisen, welche im hypnotherapeutischen Sinne utilisiert werden können.
In der Zauberkunst waren und sind Musterunterbrechungen wichtige Instrumente zur „Publikumsführung“ und Herbeiführung magischer Momente. Die Hirnforschung nutzt dieses tiefe Wissen um die neuronalen Prozesse der Zuschauer im Sinne einer Neuromagie (Macknik/Martinez-Conde) zu verstehen.
Therapeutisch nutzbare Muster der Zauberkunst werden in diesem Seminar gezeigt und geübt!

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Der Geist ist wie ein Fallschirm!
Er funktioniert nur wenn er offen ist!
Thomas Dewar – Schottischer Whisky Destillateur
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Um erfolgreich zu sein,
müssen sie Gelegenheiten ebenso schnell nutzen,
wie sie Schlussfolgerungen ziehen.
Benjamin Franklin
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Geht es im ersten Teil um die Anwendbarkeit in therapeutischen Kontexten sind es im Zweiten das Aufzeigen und Üben von Zugängen, das eigene kreative Potenzial weiterzuentwickeln für das „Bahnen“ und Entdecken von Ver-rückt- und Merk-würdigkeiten, um die Welt auf eine neue, ungewöhnliche und originelle Art zu sehen.

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Vier Dinge kehren nie wieder: das ausgesprochene
Wort, der abgeschossene Pfeil, die Vergangenheit
und die nicht genutzte Gelegenheit.
Omar Idn Al-Halif, arabischer Gelehrter
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Mögliche Inhalte:
– Theoretische Zugänge zum Verständnis der Wirksamkeit dieser Methoden
– Darstellung und Besprechung von Beispielen aus der Praxis
– Entwickeln von „Ordeals“
Übungen zur Musterunterbrechung:
– z.B. an „Hand“- Ericksons gern verwendeter: „Handshake-Induction“
– Ausschalten des Autopiloten – Übungen zum Perspektivenwechsel:
Lösen Sie: 10 11 = 10:50
– Erlernen einfacher Zauberkunststücke zur Bereicherung therapeutischen Tuns
– Entwicklung eines zauberhaften Rituals! (Als möglichen Abschluss einer Therapie) – „Rituale liefern einen perfekten Rahmen für die Platzierung von Suggestionen“ (Ortwin Meiss)

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Jedes Mal, wenn du auf der Seite der Mehrheit bist,
ist es an der Zeit, innezuhalten und nachzudenken.
Mark Twain
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Michael Nigitz-Arch,
Psychotherapeut in freier Praxis (Seeham/Salzburg) VT, klin.Hypnose
Lehrtrainer der M.E.G., Gründungsmitglied und im Vorstand der MEG-Österreich
Leiter des Milton-Erickson-Instituts Seeham/Salzburg für klinische Hypnose und Kurzpsychotherapie
Als Zauberkünstler „Leachim“
Mitglied des magischen Rings Austria
Mitglied und im Vorstand der Gesellschaft für magische Kunst / Salzburg

Sep
18
Fr
2020
Merlin Meets Erickson – Zauberhafte hypnosystemische (Los-) Lösungen von der Angst mit Michael Nigitz-Arch @ Seeham
Sep 18 – Sep 19 ganztägig
Merlin Meets Erickson - Zauberhafte hypnosystemische (Los-) Lösungen von der Angst mit Michael Nigitz-Arch @ Seeham | Eichstätt | Bayern | Deutschland

Neurowissenschaftler erforschen zunehmend die wahrnehmungspsychologischen
Hintergründe der Zauberkunst und nutzen deren Erfahrungsschatz für eigene Experimente. So
verstehen wir zunehmend die positive Wirkung dieser „unmöglichen“
Überraschungsmomente um sie, verbunden mit dem „Storytelling“, zur Bahnung von „Aha“-
prozessen zu nutzen, etwa um sich von Ängsten zu lösen. Michael Nigitz-Arch möchte die
Teilnehmer auf eine magische Wanderung einladen. So hat die Silbe „Wand“ die Bedeutung
von „Veränderung“- wie in: „Wandlung“ oder im englischen: The Wand, der Zauberstab. Und
so wie schon die alten Philosophen in den Wandelhallen wandelten, um neue Erkenntnisse zu
erlangen, so kann auch eine Geschichte, verbunden mit einem „magic-moment“, als
Geburtshelfer für Lösungen dienen. Und Magie wird häufig definiert als die Nutzung von
Imagination bei veränderten Bewusstseinszuständen! So soll dieses Seminar der Anregung
dienen, eigene „magische“ Fähigkeiten in sich zu entdecken und zur Anwendung zu bringen,
demonstriert am Beispiel von Ängsten. Dies fördert die eigene Kreativität, welche wiederum
Patienten und Klienten zugute kommt. Als Werkzeuge zum Entdecken des kreativen
Potentials dienen: Geschichten, Märchen, Rituale, Zaubereien und andere Merk-würdigkeiten
… So erlernen sie ganz einfaches, aber nicht Banales aus der geschichtenerzählenden
Zauberkunst, um mit offenen Augen den natürlichen Wundern zu begegnen, und sie so
kreativ in die eigene therapeutische Arbeit einzuweben. Ein Schwerpunkt des Workshops ist
das erlernen einfacher aber effektvoller Kunststücke welche in selbstgestalteten,
therapeutischen Geschichten verpackt, ihre besondere Wirkung erfahren. Sinnvolle
Seminarvoraussetzung ist eine positive Einstellung zur Arbeit mit Trance.
Der Seminarleiter: Michael Nigitz-Arch, Psychotherapeut in freier
Praxis(Verhaltenstherapie, klinische Hypnose), Lehrtrainer der M.E.G.-Österreich, Leiter des
Milton Erickson Instituts Salzburg, Mitglied des magischen Rings Austria und als
Zauberkünstler tätig. Mehr unter: http://www.nigitz-arch.at/index.php/seminare/merlin-meetserickson

1. Seminartag 14:00 – 21:00, 2. Seminartag 09:00 – 17:00

Okt
9
Fr
2020
„Hypnosystemische Schatzkiste für Kinder und Jugendliche“ mit Dipl. Päd. Barbara und Michael Nigitz-Arch @ Innsbruck
Okt 9 – Okt 10 ganztägig

Die Hypnosystemische Schatzkiste für KindertherapeutInnen –

den Schatz deiner Potentiale heben

Hypnosystemisch orientierte Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen kann heißen, im doppelten Expertentum einer therapeutischen Arbeitsvereinbarung auf Augenhöhe einen Pfad lernenden Entdeckens zu beschreiten, um inneren Landkarten zu folgen – einer Schatzsuche gleich. Als TherapeutIn fördern wir – mäeutisch – Prozesse kreativer Problemlösung mit jungen PatientInnen und deren Familien – individualisiert und theoriegeleitet in Einem. Eine Grundstrategie für jegliche kreativitätsfordernde therapeutische Arbeit, eigentlich unabhängig vom Alter der Betroffenen! Doch besonders geeignet für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bzw. Familien. Es gilt, Ziele und innere Landkarten zu finden, zu entwickeln; es gilt, innere Begleiter und Begleiterinnen zu finden, die bestärken und ermutigen; es gilt, Kräfte zu bündeln, um die Schatzsuchen zu beginnen und durchzuführen; es gilt, Kontexte zu generieren oder zu entdecken, kompetent und resonant im menschlich-sozialen Umfeld zu bestehen, jugendliche Autonomie- und Souveränitätsentwicklung kreativ und in lebendiger Interaktion von Bedürfnis und sozialer Integration.

Der Workshop besteht aus Modulen:

  • „Schätze“ – Lösungsentwicklung als Entdeckungsreise und Wagnis interpretiert – „dare to dream“ oder: wie die Welt veränderte
  • Schnelle Wandlungen, Umorientierung – Zauberei und artistische Kunststücke als Metapher: Sich in Psychotherapie begeben – wofür das und was bedeutet das? Ein handlungsorientierter „Beipackzettel“ für junge Patientinnen und deren erwachsene BegleiterInnen. Dieses Modul befasst sich zeitgleich mit dem Patienten-Recht auf Transparenz – angewandt in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen – begleitet durch Visualisierungsarbeit über Veränderungsprozesse in Schritten – Lerntheorie für jugendliche AnwenderInnen;
  • Sich für Anforderungen und Herausforderungen der Veränderung und des Lernens bereit machen – Ankertechniken und Entwicklung stabilisierender Metaphern
  • Die Therapeutin als moderierende und begleitende Fachfrau / Fachmann für Veränderungsprozesse – eine Grundhaltung des hypnosystemischen und ericksonianischen Behandlungsansatzes.
  • „Das Juwel in meiner Hand“ Kreativitätsfördernde Kommunikation erfinden – im Gespräch und Selbstgespräch mit dem Unbewussten und den inneren Anteilen – das Öffnen verschlossener Räume – im Du, im Ich;
  • Oaklander meets Erickson – Verdeckte Strategien zur Entdeckung neuer Kommunikationsräume in einem Drei – Ebenen – Ansatz moderierter Kritzeltechnik
  • Identität und Zugehörigkeit – „3D Wappeninterview“
  • Der Zauber des Vorlesens – KulturgGut

Der Workshop wird nach den beschriebenen Elementen interaktiv gestaltet, um Erkenntnis- und Kompetenzgewinn der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahrend, handelnd, erprobend zu ermöglichen.

Seminarzeiten: Freitag 14:00 – 21:00  und  Samstag 09:00 – 17:00

Zertifizierung nach den Richtlinien der MEG Österreich

16 DFP Punkte

 

Dipl.Päd. Barbara Nigitz-Arch

U

Michael Nigitz-Arch

michael-rund

Okt
16
Fr
2020
„Konflikte – Eskalationen – Schuldgefühle / Hypnosystemische Zugänge bei intensiven Somatisierungen, Suchtdynamiken, Eskalationen und Schuldgefühlen.“ mit Dr. Reinhold Bartl @ Seeham
Okt 16 um 14:00 – Okt 17 um 17:00

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Dr. Reinhold Bartl

1. Seminartag 14:00 – 21:00, 2. Seminartag 09:00 – 17:00

Konflikte, Eskalationen und Schuldgefühle, häufig gepaart mit somatischen Symptome und/oder Suchterleben, sind häufige Problemerzählungen von Menschen, die therapeutische, medizinische und beratende Kontexte aufsuchen.

Diese Phänomene sind in ihrer Entstehung und Aufrechterhaltung  auf verschiedenen Ebenen miteinander verbunden und gegenseitig bedingt. Das Seminar bietet Gelegenheit, sich mit den Gemeinsamkeiten, Unterschieden und wechselseitigen Bedingtheiten differenziert zu beschäftigen.

Dazu kann gegenwärtiges Wissen aus dem Bereich der Bindungsforschung, Entwicklungs-psychologie, Neurobiologie und Sozialpsychologie für die moderne Hypnotherapie nützlich aufbereitet werden. Das Wissen hilft besser zu verstehen, wie leidvolle Konfliktformen entstehen, sich in unkontrollierte Eskalationen entwickeln und u.a. über Schuldgefühle und Suchtmittel unzufriedenstellend geregelt werden.

Im Seminar werden hypnosystemische Strategien vermittelt, mit denen der entwicklungsförderliche Umgang mit Widersprüchlichkeiten, Konflikten, Überforderungen und Schuldgefühlen so gestalten werden kann, dass Kompetenzerleben unterstützt und Deeskalation und konstruktive Verantwortungsbereitschaft gefördert wird.

 

Die angebotenen Inhalte können in beratenden und psychotherapeutischen Kontexten in der Zusammenarbeit mit Menschen mit „heftigen“ Diagnosen (Somatisierungsstörung, Depression, Borderline, eskalierende Suchtphänomene, Selbst- und/oder Fremdgefährdung) nutzbringend angewendet werden.

 

Insbesondere wird dabei dargestellt, wie einzelne Therapieschritte in Abhängigkeit vom erlebtem Leid sinnvoll aufeinander aufgebaut und in stimmige Entwicklungsschritte gebracht werden können.

 

Mögliche Inhalte:

-Neurobiologische und entwicklungspsychologische Grundlagen zum Verständnis dieser Phänomene

-Entstehung,   Aufrechterhaltung und Eskalation – das Erleben von Angst, Abhängigkeit und der

Wunsch nach Erhalt von Selbstwirksamkeit

-Hypnosystemische Strategien zur Nutzung von Antreiberdynamiken für Entwicklungsimpulse und

Verantwortungsbereitschaft

-Hypnotherapeutische Methoden zur Auslösung von Parentifizierungen

-Die Rolle des Körpers in der Entwicklung von Eskalationsdynamiken – und dessen Nutzung zur

stimmigen De-Eskalation

-Passung von Bindungsforschung, neurobiologischen Modulationssystemen und einem nützlichen

Verständnis von Gegenwarten, Vergangenheiten und motivierenden Zukünften

-Therapeutisch sinnvoller Umgang mit Selbstverletzungen und potentiellen Fremdgefährdungen

-Hypnotherapeutische Strategien zum Schutz vor übergroßer Involviertheit von Therapeut*Innen in

emotionale Dynamiken

-Methapern, Geschichten, Trancen, „Nährendes“ für Betroffene und Helfende

 

 

Das Seminar ist so konzipiert, dass auch Kolleg*Innen ohne hypnotherapeutische Ausbildung von den Inhalten profitieren können.

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Okt
1
Fr
2021
Hypnotherapeutische Ansätze bei Übergewicht und Essstörungen, Ortwin Meiss @ Haus Barbara, Seeham
Okt 1 – Okt 2 ganztägig
Hypnotherapeutische Ansätze bei Übergewicht und Essstörungen, Ortwin Meiss @ Haus Barbara, Seeham

Hypnotherapeutische Ansätze bei Übergewicht und Essstörungen

 

– Übermäßiges Essen zu kontrollieren, klappt so lange, bis die Kontrolle zusammenbricht –

 

Die Vorstellung, ein Gewichtsproblem oder eine Essstörung könne man weghypnotisieren ohne die Hintergründe zu bearbeiten, erweist sich in den meisten Fällen als Illusion. Gewichtsprobleme und Essstörungen können als Symptome verstanden werden, welche der Organismus produziert, um seine innere Stabilität zu gewährleisten. Werden die meist unbewussten Themen, welche die Symptome zu Tage treten lassen, bearbeitet, ergibt sich meist von selbst ein gesundes Essverhalten. Da Übergewicht und Essstörungen verschiedene Hintergründe haben können, sollte der hypnotherapeutische Ansatz auf die Hintergrundsproblematik zugeschnittenen sein, um einen Therapieerfolg zu erzielen.

 

Typische Themen, die mit einer Übergewichtsproblematik und mit Essstörungen verbunden sein können:

 

  • Stress, Frust und Unbefriedigung (Essen als Frustbewältigung)
  • Einsamkeit und das Gefühl, nicht geliebt zu werden (Essen als Trost)
  • Selbsthass und Selbstablehnung (Essen als Aggressionsabbau)
  • Entfremdung von den eigenen Bedürfnissen (Essen als Versuch, sich etwas Gutes zu tun)
  • Ängste und Traumata (Essen zur Beruhigung und Ablenkung)
  • Magersucht als Strategie nichts zu fühlen,um bestimmte Entwicklungsschritte zu vermeiden oder als Abgrenzungsversuch bzw. verdeckte Aggression
  • Bulemie als Ausdruck von Selbstwertproblemen Der Workshop zeigt die Anwendung Hypnotherapeutischer Ansätze in der Arbeit mit übergewichtigen und essgestörten Klienten. Die Methoden werden demonstriert und geübt, so dass jeder neben der Erweiterung seiner therapeutischen Fähigkeiten seinem persönlichen Wohlfühlgewicht näher zu kommen kann.

 

Seminarzeiten:

Seminartag 1: 15.00 h bis 21.00 h – Seminartag 2: 09.00 h bis 17.00 h

 

Über den Seminarleiter:

 

Dipl.-Psych. Ortwin Meiss ist Ausbilder der Milton Erickson Gesellschaft und leitet das Milton Erickson Institut in Hamburg. Er arbeitet als Psychotherapeut und Coach in eigener Praxis. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Behandlung von traumatisierten Patienten, Patienten mit psychosomatischen Störungen und chronischen Schmerzen, Patienten mit Scham- und Schuldproblemen sowie Depressionen und Burn-Out. Er coacht Führungskräfte, Sportler, Musiker und Künstler.

Dez
3
Fr
2021
„Merlin meets Erickson“ Zauberhafte Unterbrechungen in Therapie und Beratung – Michael Nigitz-Arch @ online
Dez 3 um 19:00 – 20:30

Zauberhafte Unterbrechungen in Therapie und Beratung zur Nutzung der psychologischen Wirkung von Musterunterbrechungen, Platzierung von Verschreibungen/Ordeals, und Ausschalten des „Autopiloten“ zur Erweiterung des therapeutischen Aktionsradius.

Eine Vorstellung!

 

Michael Nigitz-Arch

michael-rund

Mrz
11
Fr
2022
Trauerbegleitung bei Kindern und Jugendlichen/ Dipl.Psych.Roland Kachler @ Altwirt, Seeham
Mrz 11 – Mrz 12 ganztägig
Trauerbegleitung bei Kindern und Jugendlichen/ Dipl.Psych.Roland Kachler @ Altwirt, Seeham

Hypnosystemische, traumafundierte Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen

 

Wenn Kinder oder Jugendliche einen nahen Menschen, meist einen Elternteil oder ein Geschwister verlieren, erleben sie häufig ein Verlusttrauma und einen komplexen Trauerprozess. Neben der Arbeit an der Trauer braucht es auch eine besondere, auf den Verlust bezogene bindungsorientierte traumatherapeutische Begleitung. Dabei trauern Kinder und Jugendliche nicht nur anders als Erwachsene, sondern für sie ist eine weitergehende innere Beziehung zum nahen Verstorbenen zentral. Kinder und Jugendliche werden im hypnosystemischen Ansatz angeleitet, die Liebe zu dem Verstorbenen zu gestalten und für den verstorbenen nahen Menschen einen sicheren Ort zu finden.

Im Workshop werden die hypnotherapeutischen, systemischen, bindungstheoretischen und traumatherapeutischen Hintergründe dieser traumafundierten Trauer- und (!) Beziehungsarbeit für Kinder und Jugendliche gezeigt.  Es werden viele kreative Methoden und Rituale für die Transformation des Verlusttraumas, für die Gestaltung der inneren Beziehung zum Verstorbenen und für die Externalisierung und Verabschiedung der Trauer vorgestellt. Systemisch werden auch die Angehörigen in die begleitende Arbeit einbezogen. Auch eigene frühe Verlusterfahrungen werden über Imaginationen einbezogen und reflektiert.

 

Literatur zur Vorbereitung:

Kachler, R.: Hypnosystemische Trauerbegleitung. Ein Leitfaden für die Praxis. Heidelberg, 2019, 5. Aufl.

Kachler, R.: Nachholende Trauerarbeit. Hypnosystemische Beratung und Therapie bei frühen Verlusten, 2018.

Kachler, R.: Traumatische Verluste. Hypnosystemische Beratung und Therapie von traumatisierten Trauernden. Ein Leitfaden für die Praxis, 2021.

Ab Herbst 2021:

Kachler, R.: Kinder im Verlustschmerz begleiten – Hypnosystemische, traumafundierte Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen, 2021

 

 

Über Roland Kachler:

Roland Kachler, Dipl.-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut, Klinischer Transaktionsanalytiker (DGTA), Klinischer Hypnotherapeut (KliHyp MEG), Systemischer Paartherapeut, Supervisor (Ekful), Fortbildungen in hypnotherapeutischen und systemischen Ansätzen und in psychodynamisch-imaginativer Traumatherapie, langjährige Leitung einer psychologischen Beratungsstelle; zur Zeit eigene psychotherapeutische Praxis.

 

Seminartag 1: 14.00 h bis 21.00 h – Seminartag 2: 09.00 h bis 17.00 h

Apr
22
Fr
2022
AUSGEBUCHT „Schmerz“ mit Dr. Peter Keil @ Haus Barbara, Seeham
Apr 22 – Apr 23 ganztägig
AUSGEBUCHT   "Schmerz" mit Dr. Peter Keil @ Haus Barbara, Seeham

Schmerzen sind der häufigste Grund, warum weltweit ein Arzt aufgesucht wird. Dies liegt vor allem daran, dass der Schmerz eine wichtige Signalfunktion im Körper besitzt. Was aber, wenn diese Signalfunktion plötzlich sinnlos wird, da das schmerzauslösende Geschehen bereits wieder abgeheilt ist? In diesem Falle sprechen wir dann von einer Chronifizierung des Schmerzes. Ab diesem Stadium steht nun weniger die somatische, also körperliche Komponente im Vordergrund, sondern vielmehr ein komplexes Bio-Psycho-Soziales Geschehen. Einhergehend mit chronischen Schmerzen finden sich in den allermeisten Fällen in weiterer Folge auch Begleiterkrankungen wie Depression oder Angst- und Panikstörungen. Ganz zu schweigen von sozialem Rückzug und Existenzängsten bei verlorengegangener Erwerbsfähigkeit.

Besonders im Bereich des chronischen Schmerzes steht uns mit der Hypnose ein probates und vor allem evidenzbasiertes Tool zur Verfügung, um einerseits Schmerzen positiv zu beeinflussen, vor allem aber, um die oben genannten Begleiterkrankungen rasch und wirkungsvoll zu behandeln.

Nach einem kurzen Überblick über die Mechanismen der Schmerzchronifizierung und die „schulmedizinische“ Therapie von chronischen Schmerzpatienten, soll sich dieses Seminar vor allem auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: Einerseits die Behandlung des Schmerzes an sich, vor allem aber soll ein Fokus auf die Therapie der Begleiterkrankungen von chronischen Schmerzen gelegt werden, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

 

Dr. Peter Keil ist Oberarzt und Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Klin. Abt. für Spezielle Anästhesiologie, Schmerz- und Intensivmedizin am LKH-Univ. Klinikum Graz. Klinische Hypnose nach Milton H. Erickson beim M.E.I. Seeham/Salzburg und Innsbruck, NLP Practitioner. Vorher am Universitätsklinikum Regensburg. Dort sammelte er Erfahrung im Bereich der Wachkraniotomie mit Hypnose bei Prof. Dr. Dr. Ernil Hansen. In der dortigen Schmerzklinik war er für die hypnotherapeutische Betreuung von chronischen Schmerzpatienten verantwortlich. Buchveröffentlichung „Ärztliche Hypnoseverfahren und Induktionstechniken“ beim österr. Ärzteverlag.

1. Seminartag 14:00 – 21:00, 2. Seminartag 09:00 – 17:00

 

 

Mai
20
Fr
2022
Der Hypnotherapeutische Werkzeugkasten I @ Haus Barbara, Seeham
Mai 20 – Mai 21 ganztägig
Der Hypnotherapeutische Werkzeugkasten I @ Haus Barbara, Seeham | Matzing | Salzburg | Österreich

Referent: Christian Schwegler

Start Freitag 14:00

 Vorstellung verschiedener hypnotherapeutischer Techniken für gelungene Induktionen und Interventionen

Theoretischer Hintergrund:  Nach Abschluss der hypnotherapeutischen Grundausbildung gibt es ein großes Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten zu verschiedenen Krankheiten, in denen hypnotherapeutische Interventionen im direkten Bezug auf eine bestimmte Störung gelehrt werden. In diesem Workshop hat der Autor das Pferd einmal von der anderen Seite aufgezäumt und Techniken verschiedener Therapeuten zu einem Workshop zusammen gefasst, um die Möglichkeiten die sich aus diesen verschiedenen Ansätzen ergeben aufzuzeigen und gerade dem „jungen“ Hypnosetherapeuten einen Werkzeugkasten an die Hand zu geben, mit dem er einen guten Einstieg in die Praxis bekommt.

Lernziele:  Erlernen verschiedener hypnotherapeutischer Induktionen und Interventionen.

Inhaltlicher Ablauf:  Der Workshop stellt ein Dutzend verschiedene hypnotherapeutische Techniken vor. Diese werden seitens des theoretischen Hintergrundes, der Zielsetzung und der Durchführung besprochen und jeweils anhand von Fallbeispielen vertieft. Zusätzlich werden einige Induktionsverfahren auch praktisch mit den Teilnehmern durchgeführt. 

Autor: Christian Schwegler Schweizer Institut für Medizinische Hypnose (SIMH) Batteriestrasse 27 – PWS A-401 CH 4101 Bruderholz Schweiz christian@praxisschwegler.ch