Mai
16
Sa
2020
Salzburg goes Eichstätt „Zauberhafte Rituale und Strategien zur Musterunterbrechung“ Nicht nur bei Kindern! @ Eichstätt
Mai 16 ganztägig
Salzburg goes Eichstätt "Zauberhafte Rituale und Strategien zur Musterunterbrechung" Nicht nur bei Kindern! @ Eichstätt

Merlin Meets Eriksson
Zauberhafte Rituale und / oder Strategien zur Musterunterbrechung, nicht nur bei Kindern

Musterunterbrechungen und/oder Konfusionstechniken liegen der Annahme zu Grunde, dass die Unterbrechung von automatischen und vorhersagbaren Mustern einen Zustand der Verwirrung und unspezifische Erregung verursachen. Dieser Zustand wird von den meisten Menschen als verstörend und aversiv erlebt. Um diese Unsicherheiten zu vermeiden bzw. zu reduzieren, werden die nächsten Möglichkeiten wahrgenommen zur Veränderung dieses unangenehmen Empfindens. In einer therapeutischen Situation ist dies häufig die Suggestion in Trance zu gehen oder eine andere therapeutische Suggestion. Eine tragfähige therapeutische Beziehung wird selbstverständlich vorausgesetzt.
Dies auch als Voraussetzung für die Nutzung von Ordeals (von Jay Haley weiterentwickelte Technik, welche an die Ericksonsche Tradition von undogmatischer, an Besserung und Problemlösung orientierter Psychotherapie anknüpft.
Milton Erickson überraschte und induzierte die Verwirrung seiner Klienten vor allem über verbale Techniken oder über das Durchbrechen sozialer Erwartungen.
Auch Rituale und/oder die Nutzung bestimmter Rahmenbedingungen können einen perfekten Rahmen für die Platzierung von Suggestionen bieten!
Aktuelle Erkenntnisse der Sozialpsychologie und der Neurobiologie unterlegen die Wirksamkeit solcher Vorgehensweisen, welche im hypnotherapeutischen Sinne utilisiert werden können.
In der Zauberkunst waren und sind Musterunterbrechungen wichtige Instrumente zur „Publikumsführung“ und Herbeiführung magischer Momente. Die Hirnforschung nutzt dieses tiefe Wissen um die neuronalen Prozesse der Zuschauer im Sinne einer Neuromagie (Macknik/Martinez-Conde) zu verstehen.
Therapeutisch nutzbare Muster der Zauberkunst werden in diesem Seminar gezeigt und geübt!

—————————————————
Der Geist ist wie ein Fallschirm!
Er funktioniert nur wenn er offen ist!
Thomas Dewar – Schottischer Whisky Destillateur
—————————————————-

——————————————————————
Um erfolgreich zu sein,
müssen sie Gelegenheiten ebenso schnell nutzen,
wie sie Schlussfolgerungen ziehen.
Benjamin Franklin
——————————————————————————————————

Geht es im ersten Teil um die Anwendbarkeit in therapeutischen Kontexten sind es im Zweiten das Aufzeigen und Üben von Zugängen, das eigene kreative Potenzial weiterzuentwickeln für das „Bahnen“ und Entdecken von Ver-rückt- und Merk-würdigkeiten, um die Welt auf eine neue, ungewöhnliche und originelle Art zu sehen.

———————————————————————
Vier Dinge kehren nie wieder: das ausgesprochene
Wort, der abgeschossene Pfeil, die Vergangenheit
und die nicht genutzte Gelegenheit.
Omar Idn Al-Halif, arabischer Gelehrter
——————————————————————————————————-

Mögliche Inhalte:
– Theoretische Zugänge zum Verständnis der Wirksamkeit dieser Methoden
– Darstellung und Besprechung von Beispielen aus der Praxis
– Entwickeln von „Ordeals“
Übungen zur Musterunterbrechung:
– z.B. an „Hand“- Ericksons gern verwendeter: „Handshake-Induction“
– Ausschalten des Autopiloten – Übungen zum Perspektivenwechsel:
Lösen Sie: 10 11 = 10:50
– Erlernen einfacher Zauberkunststücke zur Bereicherung therapeutischen Tuns
– Entwicklung eines zauberhaften Rituals! (Als möglichen Abschluss einer Therapie) – „Rituale liefern einen perfekten Rahmen für die Platzierung von Suggestionen“ (Ortwin Meiss)

———————————————————————
Jedes Mal, wenn du auf der Seite der Mehrheit bist,
ist es an der Zeit, innezuhalten und nachzudenken.
Mark Twain
———————————————————————-

Michael Nigitz-Arch,
Psychotherapeut in freier Praxis (Seeham/Salzburg) VT, klin.Hypnose
Lehrtrainer der M.E.G., Gründungsmitglied und im Vorstand der MEG-Österreich
Leiter des Milton-Erickson-Instituts Seeham/Salzburg für klinische Hypnose und Kurzpsychotherapie
Als Zauberkünstler „Leachim“
Mitglied des magischen Rings Austria
Mitglied und im Vorstand der Gesellschaft für magische Kunst / Salzburg

Nov
6
Fr
2020
„Alle wollen nur mein Bestes, aber ich gebe es nicht her – Umgang mit Verweigerung bei Kindern und Jugendlichen“ mit Dipl. Päd. Barbara und Michael Nigitz-Arch
Nov 6 um 14:00 – Nov 7 um 17:00

„Alle wollen mein Bestes, aber ich gebe es nicht her“

In dem Workshop geht es um im Wesentlichen um Rapportaufbau und Veränderungsarbeit unter besonderen Bedingungen. Diese besondere Bedingung ist der Kontext von Unfreiwilligkeit bzw. die Arbeitsprämisse von hohem Misstrauen der KlientInnen bezüglich der nahen Begegnung und Interaktion mit erwachsenen Personen, wie auch die therapeutische Begegnung eine ist. Konflikthafte Konfrontationen, aber auch Aspekte der Verweigerung bei jugendlichen KlientInnen werden anhand von Beispielen aus dem Blickwinkel der Gegensatzpaare Verweigerung und Kooperation, von Macht und Bedeutsamkeit, von Bedürfnis und Erwartung betrachtet.

Die Strategie der Verweigerung, des scheinbaren Nicht-Tuns, Nicht-Zeigens, Nicht-Gebens erzielt im System Wirkung, Mächtigkeit. Diese Macht beinhaltet auch den lebensnotwendigen Aspekt der Bedeutsamkeit. Erfahren von Bedeutsamkeit als soziales Grundbedürfnis des Menschen ist das Stichwort, welches in die Konzeption von Kooperationsmodellen mit dem Jugendlichen führen kann. Kooperation auf Augenhöhe!

Durch Verweigerung zeigen Menschen Grenzen auf und fordern ihr Gegenüber – so auch uns PsychotherapeutInnen – als Person heraus. So auch in triangulären therapeutischen Kontexten von Fremdzuweisung oder der so verstandenen Botschaft des „du sollst dich ändern!“. Diese Heraus-Forderung im positiven Sinn als Herausforderung zu nutzen ist Ziel und Inhalt unseres Workshops.

Als Workshopmethoden sind zu nennen:

– exemplarische Falldarstellungen und darauf bezogene Rollenspiele,

– Übungen zur Gesprächsführung

– Übungen zur Selbsterfahrung

– Geschichten, Metaphern, Zaubereien

– anonymisierte Falldarstellungen aus der psychotherapeutischen Praxis

Seminarzeiten: Freitag 14:00 – 21:00  und  Samstag 09:00 – 17:00

Zertifizierung nach den Richtlinien der MEG Österreich

Mitglied der Milton Erickson Gesellschaft Österreich, www.meg-oesterreich.at

Akkreditierter Veranstalter der PTK Bayern

16 DFP Punkte

 

Dipl.Päd. Barbara Nigitz-Arch

U

Michael Nigitz-Arch

michael-rund